Hauptinhalt

Oberflächenwassermenge & -bewirtschaftung

Flussgebietsbewirtschaftung im Mitteldeutschen Revier – Erarbeitung von Fachgrundlagen

Bearbeitung: LTV - Betrieb Elbe/Mulde/Untere Weiße Elster,
                                 Referat 26 Wasserbau/Management Großprojekte,
                                 Referat 24 Wassermenge/Talsperrensteuerzentrale


Im Mitteldeutschen Revier erfolgt die Mitwirkung in der Facharbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung Westsachsen durch die fachliche Vorbereitung und Projektbegleitung folgender Untersuchungen:

  1. Messstellenkonzept - Aufbau eines funktionalen Mess- und Steuernetzes für die zielgerichtete Steuerung der zukünftigen Wasserdargebote im Südraum Leipzig als Informations- und Handlungsgrundlage für den Betrieb der im Aufbau befindlichen Bewirtschaftungszentrale am LTV-Standort Rötha.
  2. Prüfung von wasserwirtschaftlichen Speicherpotenzialen und -optimierungen von bestehenden und zukünftigen Bergbaufolgeseen und weiteren Wasserspeichern im Hinblick auf die Niedrigwasserbewirtschaftung.
  3. Ermittlung ökologischer Mindestabflüsse in bergbaubeeinflussten Fließgewässern 1. Ordnung als Grundlage der zukünftigen Gewässerbewirtschaftung. Die Ermittlung erfolgt für Teilabschnitte der Weißen Elster, Whyra, Pleiße, Schnauder und Eula.
  4. Laufendhaltung/Fortschreibung des Langfristbewirtschaftungsmodells Weiße Elster (LBM WE) Im eigens etablierten Anwenderkreis zum Langfristbewirtschaftungsmodell Weiße Elster wird die Weiterentwicklung und Fortschreibung des Modells koordiniert und fachlich begleitet.

Kontakt: yvonne.hillecke@ltv.sachsen.de


Im Fachgremium der Facharbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung Westsachsen werden in enger Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Wasser- und Bergbehörden, des regionalen Planungsverbandes sowie den Bergbauunternehmen für den Südraum Leipzig Handlungs- und Maßnahmenvorschläge für ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Wassermanagement erarbeitet. Zur Ableitung von Handlungsbedarfen und für den Betrieb der Bewirtschaftungszentrale sind weitere Untersuchungen notwendig, die durch RegioNet WasserBoden bearbeitet bzw. fachlich unterstützt werden.

Kontakt: yvonne.hillecke@ltv.sachsen.de


Die einzelnen Projekte sind derzeit in Umsetzung. Das Vorliegen der vollständigen Studienergebnisse ist für 2026 geplant.

Der Anwenderkreis LBM WE wurde im Dezember 2024 konstituiert.

Kontakt: yvonne.hillecke@ltv.sachsen.de

Flussgebietsbewirtschaftung im Lausitzer Revier – Erarbeitung von Fachgrundlagen

Bearbeitung: LTV - Betrieb Spree/Neiße,
                                 Referat 26 Wasserbau/Management Großprojekte,
                                 Referat 24 Wassermenge/Talsperrensteuerzentrale


Im Lausitzer Revier erfolgt die Mitwirkung in der Arbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße (AG FGB) durch die fachliche Vorbereitung und Projektbegleitung bei der Umsetzung folgenden Untersuchungen:

  1. Trassenstudie Elbewasserüberleitung in der die Chancen und Risiken von Trassenführungen einer Überleitung von Wasser aus der Elbe in das Lausitzer Revier vergleichend dargelegt werden. Zudem erfolgt auf der Geberseite der Elbe eine Potenzialanalyse hinsichtlich Entnahmemenge und Wirkraum unter Berücksichtigung der Variabilität des Dargebots.
  2. Prüfung von wasserwirtschaftlichen Speicherpotenzialen und -optimierungen von bestehenden und zukünftigen Bergbaufolgeseen und weiteren Wasserspeichern im Hinblick auf die Niedrigwasserbewirtschaftung.

Kontakt: yvonne.hillecke@ltv.sachsen.de


Im Fachgremium der Arbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße (AG FGB) werden in enger Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Wasser- und Bergbehörden sowie den in der Region aktiven Unternehmen des Bergbaus und des Sanierungsbergbaus Strategien für ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Wassermanagement erarbeitet. Zur Ableitung der entsprechenden Handlungsbedarfe sind weitere Untersuchungen notwendig, die durch RegioNet WasserBoden fachlich unterstützt werden.

Kontakt: yvonne.hillecke@ltv.sachsen.de


Die einzelnen Projekte sind derzeit in Umsetzung. Das Vorliegen der vollständigen Studienergebnisse ist für 2026 geplant.

Kontakt: yvonne.hillecke@ltv.sachsen.de

 

Aufbau und die Plausibilisierung des Langfristbewirtschaftungsmodells Weiße Elster (LBM WE)

Bearbeitung: LfULG - Referat 45 Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde
                        LTV - Referat 24 Wassermenge/Talsperrensteuerzentrale


In Kooperation zwischen dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und der Landestalsperrenverwaltung Sachsen (LTV) wurde ein Langfristbewirtschaftungsmodell (LBM) für das Flussgebiet der Weißen Elster einschließlich des Großraumes Leipzig aufgebaut. Das LBM Weiße Elster dient der langfristigen Simulation der Wassermengenbewirtschaftung unter Berücksichtigung sich ändernder wirtschaftlicher sowie klimatischer Randbedingungen bis zum Jahr 2100. Wirkungen des mit dem geplanten Kohleausstieg einhergehenden Strukturwandels werden ebenso abgebildet. Im Fokus des LBM Weiße Elster stehen die räumlich und zeitlich differenzierte Bilanzierung von Wasserdargebot und Wasserbedarf sowie der Vergleich und die Bewertung unterschiedlicher Szenarien der Wasserbewirtschaftung und einer möglichen zukünftigen klimatischen Entwicklung.

Das LBM Weiße Elster besteht aus vier Modulen: das Wasserhaushaltsmodul, das stochastische Modul, das Bewirtschaftungsmodul sowie das Modul zur statistischen Ergebnisauswertung.

Kontakt: Regionet.wasser.boden.lfulg@smekul.sachsen.de


Das verfügbare Wasserdargebot, das im Mitteldeutschen Revier bereits natürlicherweise durch relativ geringe Niederschläge limitiert ist, reicht nicht aus, um die vielfältigen Nutzungsansprüche an die Ressource Wasser in den betroffenen Flussgebieten der Weißen Elster jederzeit und an jedem Ort zu befriedigen. Dies wurde in den Trockenjahren 2018, 2019 und 2020 besonders deutlich. Zukünftig wird die Wasserknappheit durch den Klimawandel und dem Wegfall des Sümpfungswasseranteils weiter verschärft.

Ziel einer strategischen Bewirtschaftung der Wasserressourcen ist es daher, den Wasserbedarf an dem verfügbaren Wasserdargebot auszurichten. Zu diesem Zweck werden u. a. geeignete Simulationsmodelle benötigt, die es ermöglichen, die langfristige zeitliche und räumliche Entwicklung von Wasserdargebot und Wasserbedarf unter sich verändernden klimatischen und wirtschaftlichen Randbedingungen für verschiedene Szenarien zu bilanzieren und somit anstehende Entscheidungsprozesse zu unterstützen.

Kontakt: Regionet.wasser.boden.lfulg@smekul.sachsen.de


Der Aufbau und die Plausibilisierung des Langfristbewirtschaftungsmodells Weiße Elster wurde im August 2024 abgeschlossen. Die weitere Anwendung und Fortschreibung erfolgt im Rahmen der Flussgebietsbewirtschaftung im Mitteldeutschen Revier und wird durch den Anwenderkreis unter Leitung LTV/RegioNet koordiniert. Das LBM Weiße Elster ist eine Arbeitsgrundlage für den Betrieb der im Aufbau befindlichen Bewirtschaftungszentrale am LTV-Standort in Rötha.

RegioNet WasserBoden unterstützte die Projektleitung bei der Erstellung des Modells und wird die Weiterentwicklung sowie die Anwendung für die Region begleiten.

Kontakt: Regionet.wasser.boden.lfulg@smekul.sachsen.de

Ermittlung der Gewässerverdunstung als Teil des Gebietswasserhaushalts

Bearbeitung: LfULG - Referat 45 Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde


Ziel des Vorhabens ist die Erstellung eines Modellkonzeptes zur räumlich differenzierten Bestimmung der Verdunstung von Bergbaufolgeseen durch die Berücksichtigung unterschiedlicher Teilbereiche (Pelagial, Litoral und Umland). Das zu entwickelnde Modellkonzept soll die individuellen Randbedingungen der verschiedenen Bergbaufolgeseen berücksichtigen, sich in der Fläche anwenden lassen und somit die Übertragbarkeit des Modellkonzeptes auf verschiedene Bergbaufolgeseen der beiden Sächsischen Braunkohlereviere ermöglichen. Auf dieser Grundlage soll eine realistische Abschätzung der Seeverdunstung erfolgen, die bei der Bewirtschaftung der Bergbaufolgeseen eine wichtige Größe ist.

Kontakt: beate.boehme@smekul.sachsen.de
                felix.stiller@smekul.sachsen.de


Die Verdunstung ist vor dem Hintergrund des Klimawandels mit steigenden Temperaturen insbesondere in den Sommermonaten eine entscheidende Komponente im Wasserhaushalt in den Regionen. In Trockenjahren wie 2018/2019 sind die Wasserverluste durch die Verdunstungsmenge der Bergbaufolgeseen von maßgeblicher Bedeutung für den Gebietswasserhaushalt, der durch sehr geringe Niederschläge in dem Zeitraum charakterisiert war. Führt die Verdunstung dazu, dass der Wasserstand der Bergbaufolgeseen einen bestimmten Grenzwasserstand unterschreitet, entstehen Probleme für die Standsicherheit von Böschungen mit erheblichem Gefahrenpotenzial, u.a. von Böschungsrutschungen. Kommt dann noch ein vermindertes Dargebot an Wasser hinzu, das für den Ausgleich der Verdunstungsverluste des Bergbaufolgesees genutzt werden muss, entsteht eine z.T. drastische Verknappung des nutzbaren Wasserdargebots. Für eine optimierte Wassermengenbewirtschaftung insbesondere in länger anhaltenden Trockenphasen ist somit eine fachlich begründete Bestimmung der Wasserverluste von Bergbaufolgeseen durch Verdunstung essentiell.

Es liegen nur wenige aktuelle und langjährige Messergebnisse zur realen Verdunstung von Bergbaufolgeseen vor. Für die Berechnung der Gewässerverdunstung existieren verschiedene Ansätze. Die bisher gängigen Bestimmungsverfahren gelten in der Regel für die offenen Wasserflächen, berücksichtigen jedoch nicht den Einfluss der Ufervegetation und des Umlandes.

Kontakt: beate.boehme@smekul.sachsen.de
                felix.stiller@smekul.sachsen.de

 


Das Vorliegen der Studienergebnisse ist für das erste Quartal 2026 geplant.

Kontakt: beate.boehme@smekul.sachsen.de
                felix.stiller@smekul.sachsen.de

 

Machbarkeitsstudie Hainer See und Pleiße

Bearbeitung: LfULG - Referat 45 Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde


Ziel des Projektes ist die Umsetzung einer Modellerweiterung des LBM Weiße Elster. Dadurch werden differenzierte Variantenuntersuchungen ermöglicht, die eine gezielte Bewirtschaftung des Hainer Sees hinsichtlich der Eisenkonzentration in der Pleiße adressieren können. Im aktuell vorliegenden LBM Weiße Elster sind bisher derartige Untersuchungen nicht möglich.

Kontakt: felix.stiller@smekul.sachsen.de


Ein besonders durch die Folgen des Braunkohlebergbaus betroffener Oberflächenwasserkörper (OWK) ist der OWK Pleiße-4b, beginnend an der Mündung der Wyhra in die Pleiße bis hinein in das Stadtgebiet von Leipzig. Dieser Gewässerabschnitt der Pleiße ist insbesondere durch eine erhöhte stoffliche Belastung mit Eisen und Sulfat geprägt, deren Hauptquellen unmittelbar in den beiden die Pleiße flankierenden Kippen des ehemaligen Tagebaus Witznitz verortet werden können. In näherer Umgebung des Pleiße-abschnittes liegt der Hainer See, der gegenüber der Pleiße eine deutlich geringere Eisenkonzentration aufweist. Im Vorhabens- und Sanierungsplan Pleiße wurde daher die Möglichkeit einer Verringerung der Eisenkonzentration der Pleiße durch eine Durch- bzw. Einleitung von Oberflächenwasser aus dem Hainer See aufgezeigt.

Kontakt: felix.stiller@smekul.sachsen.de


Das Vorliegen der Studienergebnisse ist für das vierte Quartal 2025 geplant.

Kontakt: felix.stiller@smekul.sachsen.de

 
zurück zum Seitenanfang